St. Marien
Namenspatronin der ehemaligen Klosterkirche ist Maria,
die Mutter Jesu.
Im Jahre 1253 verlegte man das Zisterzienserkloster St. Marien von
Steinbeck bei Bispingen nach Scharnebeck. Dort gelangte es zu hoher
Blüte und großem Einfluss.
Am 8. Dezember 1367 wurde die dreischiffige Hallenkirche des Klosters
fertig gestellt und mit 14 Altären geweiht.
Am 18. April 1527 führte Herzog Ernst der Bekenner auf dem Landtag zu
Scharnebeck die Reformation im Fürstentum Braunschweig-Lüneburg ein.
1529 wurde das Kloster Scharnebeck aufgehoben, nachdem Abt und Konvent
die ev.-luth. Konfession angenommen hatten.
Aus der ehemaligen Klosterkirche war nun eine Gemeindekirche geworden.
Nach jahrelanger baulicher Vernachlässigung brach man 1712 Teile der
alten Klosterkirche ab.
Pfingsten 1724 wurde die Kirche nach einem Umbau neu eingeweiht.
Von der alten Klosteranlage sind außer den
Umfassungsmauern des ursprünglichen Chores nur noch einige Bögen des
Kreuzganges erhalten.
Das Schiff der heutigen Kirche steht auf der Vierung der
Klosterkirche, die um 24 Fuß, etwa 7m, höher war.
Insgesamt umschloss das einstige Gotteshaus ungefähr viermal soviel
Raum wie die heutige Marienkirche.
Ausstattung:
Kanzelaltar von 1724. Taufe und Messingschale
um 1600.
Marienstatue aus dem 14. Jh..
Das reich geschnitzte Chorgestühl wurde 1960 aus Resten des
mittelalterlichen Gestühls (um 1370) rekonstruiert.
Glasfenster im Chor von 1960. Orgelprospekt von 1754.
Weiterführende Informationen zur evangelischen
Kirchengemeinde in Scharnebeck finden Sie hier: www.kirche-scharnebeck.de